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Dienstag, 30. August 2011

Räumliches Denken ist eine Frage der Kultur



Unterschiede bei Männern und Frauen dürften von Erziehung und Gesellschaft geprägt sein

Washington/Wien - Das Problem ist hartnäckig. In der Mathematik, den Naturwissenschaften und technischen Berufen sind Frauen nach wie vor stark in der Minderheit - selbst in skandinavischen Ländern, sonst mustergültig in Sachen Emanzipation.

Einige WissenschafterInnen sehen die Ursache in der Biologie. Im Laufe der Evolution haben sich ihrer Meinung nach dreidimensionales Denken und räumliches Verstehen bei Männern besser ausgeprägt. Jäger mussten sich in der Landschaft zurechtfinden und Tiere mit Speeren treffen können. Und deshalb hätten Frauen heute noch Probleme beim Einparken.

Doch so einfach ist es wohl nicht. Eine vom Fachblatt PNAS online vorab veröffentlichte Studie dreier ForscherInnen der University of California in San Diego und der University of Chicago liefert einen klaren Hinweis auf die Bedeutung kultureller Faktoren. Die ExpertInnen führten mit insgesamt 1279 Angehörigen zweier nordostindischer Bauernvölker einen einfachen Test für räumliches Verstehen durch und machten dabei eine erstaunliche Entdeckung.

Die beiden Völker, die Karbi und die Khasi aus dem Hügelland nahe der Stadt Shillong im Bundesstaat Meghalaya, sind genetisch nah miteinander verwandt. Auch ihre Ernährung ähnelt sich stark. Reis ist das wichtigste Lebensmittel.

Aber gesellschaftlich gesehen sind die beiden Gruppen sehr verschieden. Bei den Karbi herrschen klassische patriarchalische Verhältnisse. Die Männer haben das Sagen, meistens den Besitz, und der älteste Sohn erbt alles.

Die Khasi haben diese Strukturen praktisch auf den Kopf gestellt. In ihren Clans sind die Frauen Familienoberhäupter und die Erbfolgen weiblich. Die jüngste Tochter ist Alleinerbin, Männern ist es nicht einmal erlaubt, formal Land zu besitzen, und sie müssen verdientes Geld an ihre Ehefrauen oder Schwestern abgeben.

Ungewöhnliche Rollenbilder

"Eine Frau erklärte mir, man könne Männern keine finanziellen Angelegenheiten überlassen, weil sie unverantwortlich sind und das Geld für Alkohol und Ähnliches verschwenden", berichtet Erstautor Moshe Hoffman dem Standard. Interessanterweise jedoch sind politische Ämter bei den Khasi in maskuliner Hand.

Die ungewöhnliche Rollenverteilung hat weitreichende Folgen. Khasi-Mädchen gehen genau so lange zur Schule wie die Buben dieses Volkes, was in Indien unüblich ist. Bei den Karbi dagegen muss der weibliche Nachwuchs die Schulausbildung typischerweise zwischen drei und vier Jahren früher abbrechen.

Um eventuell vorhandene Leistungsunterschiede im räumlichen Denken bei Khasi und Karbi aufzuzeichnen, ließen die US-WissenschafterInnen Testpersonen in möglichst kurzer Zeit ein simples Puzzle aus vier Würfeln zusammensetzen. Das Ergebnis: Die Frauen der Khasi lösten die Aufgabe im Durchschnitt genau so schnell wie ihre Männer, männliche Karbi waren dafür um 34,6 Prozent schneller als die weiblichen die weiblichen Mitglieder dieses Volkes. Hier bestätigte sich das Klischee.

Nach dem Test wurden die meisten ProbandInnen zu ihrer Bildung und ihren Familienverhältnissen befragt. Die Auswertung zeigte: Für jedes zusätzlich absolvierte Schuljahr waren die VersuchsteilnehmerInnen durchschnittlich 3,4 Prozent schneller. Männer wie Frauen. Die Schulzeit konnte aber statistisch gesehen nicht den gesamten geschlechtsspezifischen Unterschied zwischen Karbi und Khasi erklären.

Möglicherweise ist auch die Beziehung zwischen den Eltern von wesentlicher Bedeutung. Karbi-Frauen aus Familien, in denen Haus und Hof gemeinsamer elterlicher Besitz waren, schnitten im Test wesentlich besser ab als ihre Geschlechtsgenossinnen aus patriarchalischem Heim. Gleichberechtigte Ehepaare erziehen ihre Töchter vermutlich anders, und dies könnte auch Auswirkungen auf das räumliche Verständnis haben. Diese Schlussfolgerung sei aber noch eine Spekulation, betont Moshe Hoffman.

FireFox mag ich . . .


Frankreich: Urheberrechtsverletzung schlimmer als sexuelle Belästigung

Das französische IT-Nachrichtenportal "Numerama" hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie schlimm die Sanktionen für Urheberrechtsverletzungen im Vergleich zu anderen Taten sind. Das Ergebnis zeigt dabei einen Querschnitt durch die französische Gesetzeslage, die ein teilweise groteskes Bild zeichnet.

Wie schlimm sind Urheberrechtsverletzungen? Aus Sicht des Rechteinhabers sind sie natürlich existenzvernichtend. Es dürfte kaum eine angemessene strafrechtliche Sanktion geben. Dabei wird die Tat bereits heute mit enormer Härte bestraft. Das französische Nachrichtenportal Numerama hat sich an eine Vergleichsliste gemacht. Welche Tat wird mit höheren Sanktionen bedroht, als eine Urheberrechtsverletzung, und welche mit niedrigeren. Der Querschnitt für Frankreich offenbart dabei ein trauriges Bild, dass sich in vergleichbarer Weise auch auf andere EU-Mitgliedsstaaten übertragen lässt.

Nachfolgende Taten können in Frankreich mit einer Haftstrafe sanktioniert werden, die mindestens genauso lange dauert, wie die Höchststrafe für eine Urheberrechtsverletzung:

  1. Totschlag
  2. Diebstahl
  3. Behinderung der Justiz (bestimmte Formen)
  4. Morddrohungen
  5. Medizinische Eingriffe ohne Einwilligung des Patienten

Bei der vorangegangenen Auflistung kann man sich sicherlich einig werden, dass es hier höhere oder mindestens gleichwertige Strafen zu einer Urheberrechtsverletzung benötigt. Die Redaktion von Numerama hat sich aber noch an eine Liste gemacht. In dieser werden Taten aufgeführt, die zu einer geringeren Strafe führen als eine Urheberrechtsverletzung. Dabei stellt sich durchaus die Frage, ob dies angemessen ist:

  1. Exhibitionistische Handlungen
  2. Belästigung um sexuelle Gefälligkeiten zu erlangen
  3. Schändung einer Leiche
  4. Sexuelle Annäherungsversuche auf elektronische oder andere Art (betroffene Person muss 15 Jahre oder jünger sein)
  5. Zerstörung von fremden Eigentum

Sonntag, 28. August 2011

OGame - spiel mit . . . !


Samstag, 27. August 2011

Ha Tikva (»Hoffnung«) - die israelische Nationalhymne

Solange tief im Herzen
Die Seele eines Juden sich sehnt,
Und gen Osten
Ein Auge blickt, nach Zion,
Ist unsere Hoffnung nicht verloren,
Die Hoffnung von zweitausend Jahren,
Frei zu sein als Volk in unserem Land,
Dem Land Zions und Jerusalems.

Muhammad

VERFÜGUNG ZUR ABSICHERUNG GEGEN
TÖRICHTE KRITIKEN:
Wer diese Zeilen liest,prüfe zur rechten Zeit:
Einfaches und unwissendes Puplikum gebe sich nicht damit ab:
Astrologen,Dummköpfe,Sprachunkundige sollten sich fernhalten,
Wer auf andere Weise vorgeht,ist zu Recht dazu bestimmt.

Ich spiele mit den Gezeiten der irdisch materiellen Gesetzesgegebenheiten, und es bereitet mir keinerlei Schwere das kosmische Licht mit doppelter Geschwindigkeit zu durchbrechen. Bevor ein menschlicher Gedanke seine endgültige Struktur erreicht, so wanderte ich schon Tausend Wörter gelenkt durch den zähflüssigen Strom der Zeit. Ich wandere geräuschlos durch den Raum, still und leise durchquere ich die Dimensionen, unerkannt zwischen den Toren der Unendlichkeit. Grundfesten beben die Spiegelportale erhellen sich in tosenden Feuersturm, welch  Kreaturen vermögen es unbeschadet zu durchqueren. Es sind die Schatten schlank mit stillem Atem durch dunkle Schatten wendig geformt, wenn die finstere Macht heraufsteigt aus des Meeresgrund der Seen und dunklen Flüssen. Die silberne Sonne, wenn Sie hoch droben steht am Firmament neugeboren und schwindet schnell aus des Himmelsverankerung das ein neues helles silbriges Licht erstrahlt, aus des Finsternis unbekannten Höhen. Unsterblichkeit inmitten der Zeit geboren schwindet schnell die Hemisphären verlassend und infernalisches Feuer breitet sich aus auf den massigen Kontinenten, und erst wenn alle flachen Täler lichterloh brennen, wird das Schrecken die Gesichter der Menschen berühren. Und ihr werdet dann erkennen das ein erwartendes Wesen schon wieder gegangen. Und das wahre Israel werden wir vergeben, geben die langersehnte neuerblühende Frucht des Geistes.

Lasmiranda

Schätze die Menschen die Dir zeigen,
dass Du ihnen etwas bedeutest.

Und lasse die gehen,

die es nicht zu schätzen wissen,
was Du für sie tun würdest.

Freitag, 26. August 2011

EGOschooter


Kein Kommentar !


Steigender Konservatismus in der Kirche fördert Homophobie

David Berger kritisiert Mentalitätswandel der Kirche - HOSI: Konservativer Kirchenkreis schadet Salzburgs Status als Menschenrechtsstadt

Der deutsche Bestseller-Autor und ehemalige Herausgeber der Zeitung "Theologisches", David Berger, war am Sonntag zu Gast in der der HOSI Salzburg. Mit zahlreichen Theologen, gläubigen, aber kritischen KatholikInnen, dem Leiter des TheologInnen-Zentrums Günther Jäger und dem SoHo-Vorsitzende Georg Djundja diskutierte er über Homosexualität in der katholischen Kirche.

Kein Kirchenbashing, aber Warnung

Wegen seiner offen gelebten Homosexualität wurde er vom Vatikan verstoßen, erfuhr aber auch große Unterstützung durch Schüler und Kollegen. "Wir müssen die Menschen weiterhin dazu aufrufen, sich mindestens so stark gegen das diskriminierende Handeln der Kirche zu wehren, wie die Kirche selbst nach außen auftritt." Kirchenbashing liege ihm fern, sagte der Vatikanexperte, betonte aber auch die Gefahren für eine Verstärkung der Homophobie. Für Berger liegt diese Gefahr vor allem im Mentalitätswandel der Kirche, die durch den steigenden Konservatismus Homophobie bis an die Kirchenbasis verstärkt.

Kirchenportale und Denunziantentum

Berger zeigte an diesem Abend die Mittel und Wege der katholischen Kirche auf, mit welchen die liberalen und kirchenkritischen KatholikInnen sogar bespitzelt und verfolgt werden. "Die Kirche rüstet durch Portale wie kreuz.net oder kath.net stark gegen die Negativmeldungen der freien Medien auf. Dadurch breitet sich das Denunziantentum auch außerhalb der Amtskirche rasch aus." Die Annahme, dass solche Portale wie kath.net oder kreuz.net unabhängig von der Amtskirche seien, wiederlegte Berger durch fundierte Beispiele.

Salzburg soll Homophobie verurteilen

"Viele sehen Handlungsbedarf und wollen eine offene katholische Kirche mitgestalten", zog Gernot Marx, Stellvertretender Obmann der HOSI, Bilanz des Abends. Zugleich forderte er die Salzburger PolitikerInnen zum Handeln auf: "Die Stadt tut viel für ein gleichberechtigtes Leben. Dazu gehört es aber auch, diskriminierende Aussagen und Handlungen, wie zum Beispiel von Weihbischof Laun, öffentlich zu verurteilen. Hier wird die Stadt Salzburg nicht dem Status einer Menschenrechtsstadt gerecht."

Montag, 22. August 2011

Gehört alles mir!

Der Herr surft gerne im Internet. Seit einiger Zeit macht ihm sein Morzilla Firefox Browser jeden Morgen das Internet mit den folgenden Zeilen zum Geschenk: „Das Internet gehört uns allen, Setzen Sie ein Zeichen und zeigen Sie Ihre Unterstüzung für das weltgrößte öffentliche Gut.“ Abgesehen davon, dass das weltgrößte öffentliche Gut wohl eher in Luft und Wasser zu finden sind, will der Herr dieses Geschenk des Browsers nicht annehmen. Denn, was da als schöpferischer Anteil angepriesen wird, hat den Charakter einer feindlichen Übernahme. Nein, das Internet gehört niemanden, wie das Wasser und die Luft, die Sonne und das Licht, die Klänge und die Farben, der Raum, die Zeit, die Gedanken, die Träume, das Wohlgefühl, die Lust, die Phantasie, das Glück, die Logik,…

Wie aus "Perversen" "Fremde" werden

Nach der Verfolgung in Herkunftsländern folgt der nächste Spießrutenlauf - In Österreich angekommen, steht ihre sexuelle Orientierung auf dem Prüfstand

"Würde ich meine Homosexualität im Iran leben, gäbe es keine Sekunde, in der ich nicht Angst um mein Leben hätte", gibt Pedram Bashooki zu verstehen. "Jedes Treffen mit einem anderen Mann, und vor allem jeder körperliche Austausch mit ihm, könnte mein Todesurteil bedeuten". Bashookis Eltern sind drei Jahre vor der iranischen Revolution 1979 geflohen. Schwule werden im Iran von Staatswegen verfolgt, ihr Leben endet oft durch eine öffentliche Hinrichtung. Laut Amnesty International wurden im Iran seit 1979 mehr als 4000 Schwule getötet. Lesbische Frauen hingegen werden von ihren Familien und der Gesellschaft verstoßen, verlieren ihre Arbeits- oder Studienplätze und müssen oft auch vor der Gewalt in ihren Familien flüchten.

Der Iran ist aber nicht das einzige Land, in dem Homosexualität Verfolgung, Folter und Ächtung bedeutet. In Mauretanien, Nigeria, im Sudan oder Saudi Arabien steht die Todesstrafe für Homosexualität im Gesetz festgeschrieben, Strafarbeit etwa in Angola oder Malawi und unterschiedlich lange Gefängnisstrafen im Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Libyen, Indonesien, Pakistan - um nur einige Länder zu nennen, in denen sie als "Perverse", "Kranke" oder "Sünder" benannt werden. Weltweit sind es 85 Staaten, in denen Homosexuelle verfolgt werden. Begeben sich diese Menschen auf die Flucht, beginnt der nächste Spießrutenlauf.

Homophobe Gewalt auf der Flucht

IranerInnen und IrakerInnen flüchten meist mit Schleppern in die Türkei. Nach dem ersten Interview bei UNHCR erhalten sie, sofern ihnen geglaubt wird, den LGBTIQ*-Flüchtlingsstatus. Ab nun gilt es, bis zu zwei Jahre in der Türkei auf ein Einreisevisum beispielsweise nach Österreich zu warten. Die Probleme nehmen aber für die Geflohenen kein Ende: Auch dort sind Homo- und Transsexuelle der Gewalt von Polizei- und Staatsgewalt sowie von ZivilistInnen ausgesetzt. Aufgrund des Arbeitsverbots landen LGBTIQ-Flüchtlinge oftmals in der Prostitution, denn die von der UNO monatlich ausgehändigten (umgerechnet) 70 Euro reichen nicht zum Leben.

Da ihr Fluchtgrund ihre sexuelle Orientierung ist, kann dieser "Status" von nun an nicht verheimlicht werden. Die Austro-Iranerin Negar Roubani erklärt, dass die Flüchtlinge nicht in Großstädten bleiben können, sondern in kleine Orte - wo sie erneuten Ressentiments und Homophobie ausgesetzt sind - abgeschoben werden. "Sie werden wie Aussätzige, mit denen keiner etwas zu tun haben will, behandelt. Ihr Martyrium geht hier leider weiter". 2010 hat Roubani die Organisation Oriental Queer Organization Austria (ORQOA) gegründet.

Informationen und Kontakt über Facebook

Ursprünglich hatte die Organisation das Ziel, die migrantisch-orientalische LGBTIQ-Community in Österreich zu unterstützen, Diskriminierung abzubauen und zu bekämpfen. "Inzwischen hat sich der Verein zu einer Anlaufstelle für Menschen entwickelt, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung im Herkunftsland verfolgt werden", erzählt sie. "Es hat sich schnell herumgesprochen, dass es uns gibt. Hilfesuchende nehmen schon aus ihren Herkunftsländern via Facebook, Email oder auch per Telefon Kontakt zu uns auf, vor allem aber wenn sie in der Türkei gelandet sind."

Es sind weltweit - laut der Menschenrechtsorganisation International Lesbian and Gay Association (ILGA) - lediglich 15 Länder, die homosexuellen Personen Asyl gewähren. Zirka vier Fünftel aller von erzwungener Migration betroffenen Personen bleiben in ihren Herkunftsregionen. Dennoch gestaltet sich der Zugang zu Asyl in Europa als immer schwieriger. Umso erstaunlicher, dass in Österreich - im Asylwesen bisher nicht gerade durch Humanität aufgefallen - die Verfolgung aufgrund sexueller Orientierung als Asylgrund gelten kann.

Homosexualität als "bestimmte Gruppe"

Grundsätzlich wird Homosexualität in der Genfer-Flüchtlingskonvention nicht als Asyl-Grund angeführt. Jeder Asylantrag in Österreich, erklärt die Sprecherin des Innenministeriums Sonja Jell, beruht auf einer Einzelfallprüfung des Antrags auf internationalen Schutz des "Fremden" - so werden Menschen im Asylgesetz bezeichnet. "Ergibt die Prüfung, dass jemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung im Heimatland verfolgt wird, könnte diese Person aufgrund der Zugehörigkeit zu dieser 'bestimmten Gruppe', wie sie in der Genfer-Flüchtlingskonvention genannt wird, Asyl bekommen". Wie viele LGBTIQ-Flüchtlinge in Österreich Asyl bekommen, kann Jell nicht sagen. Der Schutz der Privatsphäre, dabei beruft sich Jell auf Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention, verhindert die statistische Erhebung von Fluchtgründen respektive die öffentliche Bekanntgabe.

Ob es nun fünf oder 100 LGBTIQ-Flüchtlinge in Österreich pro Jahr sind: Der Gassenlauf geht weiter. Negar Roubani schildert einen ihrer jüngsten Fälle: ORQOA hat vor einem halben Jahr von einem schwulen irakischen Flüchtling erfahren, dem in seinem Herkunftsland eine Haftstrafe drohte. Als er in Österreich ankam, wurde er für drei Monate in Schubhaft gesteckt. Sein Dasein fristet er seither in Tirol, wo es im Vergleich zu Wien wenige Hilfsangebote und Vernetzungsmöglichkeiten für homosexuelle Flüchtlinge gibt, beklagt Roubani. Die Zentralisierung der LGBTIQ-Flüchtlinge in Wien ist daher ein zentrales Anliegen von ORQOA. "Die Menschen, mit denen wir zu tun haben, sind schwer traumatisiert. Die Hälfte unserer KlientInnen haben Selbstmordversuche hinter sich. Wenn sie in Wien leben könnten, wäre es besser für sie und für uns", stellt Roubani fest.

"Yasar muss bleiben"

Inzwischen hat sich ORQOA mit anderen NGOs und Organisationen wie TransX, Lila-Tipp, Grüne-Andersrum und Asyl-in-Not zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um diesen Flüchtlingen bestmögliche und schnelle Hilfe anbieten zu können. Das Team setzt sich aus PsychologInnen, JuristInnen, DolmetscherInnen und AktivistInnen zusammen. "Bei diesem Zusammenschluss ging es nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern unsere Ressourcen und unser ExpertInnenwissen als loses Netzwerk zu bündeln", erzählt die Österreicherin mit iranischen Wurzeln. Die Initiative "Yasar muss bleiben" (dieStandard.at berichtete) geht auf den Aktivismus dieses Netzwerks zurück.

Sexologisches Gutachten

Eine Schikane für LGBTIQ-Flüchtlinge stellt das Gutachten über deren Glaubwürdigkeit dar. Für RichterInnen des Asylgerichtshofs gilt dieses Gutachten als Entscheidungskriterium, wenn es um einen positiven oder negativen Asylbescheid geht, erklärt Roubani. Es handelt sich dabei um ein sexologisches Gutachten, bei dem "Flüchtlinge Fragen, die bis in das intimste und privateste Detail gehen, beantworten müssen. Für traumatisierte Menschen ist das eine unglaubliche Tortur." Sonja Jell vom Innenministerium hingegen dementiert dieses Gutachten und betont, dass sich die MitarbeiterInnen des Bundesasylamts auf die Glaubwürdigkeit homosexueller Flüchtlinge stützen. Roubani wendet ein, sexologische Gutachten würden "nicht gerichtlich angeordnet, sind allerdings zum Usus geworden und gelten als Voraussetzung für die Glaubwürdigkeit der homosexuellen AsylwerberInnen".

"Ich bin schwul - Ich bin lesbisch"

Liegt eine Unglaubwürdigkeit über die sexuelle Orientierung des Flüchtlings vor, werden diese Gutachten unter anderem von Johannes Wahala, Sexualtherapeut und Leiter der Beratungsstelle Courage, erstellt. In einem Gespräch mit der deutschen "Zeit" schildert er, wie schwierig es für verfolgte Homosexuelle ist, zu ihrer Homosexualität zu stehen und Selbstbewusstsein zu erlangen. Galt Homosexualität bisher als Todesurteil, kann sie nun deren Freiheit bedeuten. Auch Roubani weiß davon zu berichten. "Es ist eine enorme Hürde 'Ich bin schwul' oder 'Ich bin lesbisch' zu sagen, nachdem das ständig verleugnet werden musste. Aber darum geht es bei dem Gutachten."

"Ausländer und Schwul"

Erhalten Lesben oder Schwule in Österreich Asyl, können sie sich jedoch weiterhin nicht in Sicherheit wiegen. Pedram Bashooki, selbst kein Flüchtling aber mit den Stigmata "Ausländer und schwul" versehen, kann viele Geschichten über Anfeindungen gegen ihn erzählen. "Das begann schon in der Schule. Heute finden die Beschimpfungen gegen mich auf der Straße statt," erzählt er mit ruhiger Stimme. "Ein Moment, der sich leider wiederholt ist jener: Ich sitze in der Straßenbahn und fahre an den hasserfüllten Werbeplakaten der FPÖ vorbei. Zeitgleich sitzen mir Jugendliche gegenüber, die sich gegenseitig mit dem Wort 'schwul' beschimpfen. Toller Tag, denk' ich mir dann." (Sandra Ernst Kaiser, dieStandard.at 21.8.2011)



*LGBTIQ steht für Lesbian, Gay, Bi-, Trans-, Intersexuell und Queer

Samstag, 20. August 2011

Gedicht

Der Wald

Links ein Baum, rechts ein Baum
und in der Mitte noch ein Baum.

Gedicht

Das Grubenunglück

Rumpel dibumpel, weg waren die Kumpel.

Donnerstag, 18. August 2011

Bundeskanzlerin Angela Merkel für baldige Einführung der Vorratsdatenspeicherung

Angela Merkel (CDU) erinnerte heute im Zuge der Feierlichkeiten des 60-jährigen Bestehens des Bundeskriminalamtes an die „Liefernotwendigkeit“ der Bundesrepublik Deutschland. Die Vorratsdatenspeicherung (VDS) müsse bald eingeführt werden. Eine Anfrage an das Land Schleswig-Holstein hingegen ergab, dass man nur in 0,01% aller Fälle wegen der fehlenden Bestandsdaten nicht weiter ermitteln konnte.

Die Regierung sei sich darüber bewußt, dass im Bereich der Vorratsdatenspeicherung noch eine Liefernotwendigkeit bestünde, sagte Angela Merkel beim heutigen Jubiläum des BKA in Wiesbaden. Wenn sich die "Bedrohungslage wandele, müsse sich auch das Instrumentarium der Sicherheitsbehörden wandeln", stellte sie klar. Dieses Instrumentarium anzupassen und zu erweitern sei ihrer Meinung nach nicht zwingend als Bedohung der Freiheitsrechte anzusehen, so Frau Merkel.

Eine Anfrage an die schleswig-holsteinische Landesregierung brachte kürzlich zutage, dass die Ermittlungsverfahren in diesem Bundesland nur in weniger als 0,01 Prozent aller Fälle aufgrund der fehlenden Vorratsdatenspeicherung nicht zu einem Ergebnis gekommen sind. Die Landesregierung nannte 8 Fälle, in denen die Verbreitung kinderpornographischer Materialien nicht aufgeklärt werden konnte, weil man nicht an die Daten der Anschlussinhaber kommen konnte. Gemessen an den 221.510 in Schleswig-Holstein geführten Ermittlungsverfahren handelt es sich um einen Anteil von weniger als als 0,01%. Daneben kann man nicht von einer vollständigen Aufklärung aller 8 Fälle ausgehen, weil zahlreiche Delikte unter Mithilfe eines Internetcafés, eines unverschlüsselten WLAN-Zugangs oder von Anonymisierungsdiensten getätigt werden. Die Zahl der möglicherweise aufzuklärenden Fälle würde trotz der raschen Einführung der Vorratsdatenspeicherung weit unter 0,01 Prozent liegen. Bei weit zurück liegenden Taten nützt den Ermittlern eine sechsmonatige Speicherpflicht der Internetanbieter nichts. Wie lange will man also tatsächlich speichern, um die Delikte möglichst lückenlos aufzuklären? Dazu kommt, dass die Täter bei einer Wiedereinführung der VDS vermehrt auf Anonymisierungsanbieter zurückgreifen werden. Von daher ist fraglich, wie BKA und Bundesregierung dazu kommen, dass die anlasslose Speicherung der Daten ein wirksames Instrumentarium darstellt. Fraglich bleibt auch, wie man diese geringfügige Verbesserung der Aufklärungsrate mit den deutlich eingeschränkten Rechten der Bürger in Einklang bringen möchte.



Kai Dolgner (SPD), der die Anfrage an die Landesregierung gestellt hatte, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: „Wer Eingriffe in Grundrechte rechtfertigen will, muss den Nachweis der Erforderlichkeit bringen. Ohne eine systematische Erfassung der Verhinderung der Aufklärung ist man weiterhin auf Mutmaßungen angewiesen. Veränderungen in Aufklärungsquoten sind nämlich selten monokausal. (…) Die Landesregierung bleibt den empirischen Nachweis der Notwendigkeit schuldig. (…)

Selbst bei den „inter­net­ty­pi­schen“ Kin­der­por­no­gra­fie­de­lik­ten, die ja gerne in der Dis­kus­sion ange­führt wer­den, waren nur in unter 5% der Fälle die feh­lende IP-Speicherung das Pro­blem. Bei einer Auf­klä­rungs­quote von 76% sollte man also auch ohne VDS nicht von einem „rechts­freien“ Raum spre­chen, die Chance erwischt zu wer­den ist deut­lich höher als bei Brand­stif­tung oder Raub. Es bleibt fest­zu­hal­ten, dass die ein­zige Maß­nahme aus der VDS, die eini­ger­ma­ßen nach­weis­bar den Fahn­dungs­er­folg erhö­hen könnte, die IP-Speicherung ist. Die IP-Speicherung ist zumin­dest mit der geringste Grund­rechts­ein­griff aus der VDS. Ob eine Erhö­hung um 5% die IP-Speicherung recht­fer­tigt, kann man diskutieren.“

Schönes Berlin

Herrmann Platz - Ecke Kottbusser Damm / Neuköln

Montag, 15. August 2011

Schönes Berlin

Sprengelstrasse - Kirche / Wedding

Sonntag, 14. August 2011

Luftschiffe

Bildquelle: Dr.Monocle

Die Unabhängigkeits Erklärung 04.July 1776


CocaCola


Freitag, 12. August 2011

Mitleidlose Frauenfeindlichkeit

Verstümmelungen, Vergewaltigungen und Tod als Strafe für Frauen: Pakistans Stammesgerichte urteilen der "männliche Ehre" gerecht

Multan - Am 14. April betraten zwei Männer Asma Firdous' Haus, hackten ihr sechs Finger ab, zerschnitten ihre Arme und Lippen und schnitten ihr die Nase ab. Bevor sie gingen, sperrten sie ihr Opfer ein. Asma, die einem ärmlichen Dorf im Süden Pakistans lebt, wurde verstümmelt, weil ihr Ehemann sich mit seinen Verwandten zerstritten hatte, und die wollten Rache.

Ihr Schicksal teilt sie mit vielen anderen Frauen in den abgelegenen, von feudaler Landwirtschaft geprägten Gebieten des Landes. Frauen werden zum Kuhhandel bei Familienfehden benutzt, und die Gewalt gegen sie nimmt an Häufigkeit und Brutalität zu.

Im Spital in Multan, einer nahegelegenen Stadt, sitzen Asmas Eltern an ihrer Seite am Krankenbett. Geschockt versuchen sie, Reuters zu erklären, wie es um die Zukunft ihrer nun entstellten Tochter bestellt ist: "Ich weiß nicht, was mit ihr passieren wird, wenn sie das Krankenhaus verlässt", sagt Asmas Vater Ghulam Mustafa. Der Geruch von Desinfektionsmitteln und Blut hängt im Raum, den Asma mit anderen Frauen teilt, die von Verwandten oder DorfbewohnerInnen mit Säure oder Kerosin übergossen wurden, und ebenso einer unsicheren Zukunft entgegensehen. Auf die Frage, ob Asma wieder zu ihrem Ehemann zurückkehrt, schweigt ihr Vater nur.

Gefährliches Land für Frauen

Pakistan ist das für Frauen drittgefährlichste Land der Welt, nach Afghanistan und der Demokratischen Republik Kongo, besagt eine Studie der "Thomson Reuters Foundation".

Die Menschenrechtskommission Pakistans legte in ihrem letztjährigen Bericht dar, dass 2010 800 Frauen Opfer von "Ehrenmorden" wurden. 2.900 Vergewaltigungen wurden berichtet - fast acht pro Tag. Die Mehrheit, fast 2.600 davon, passierten allein in Punjab, der bevölkerungsreichsten Provinz des Landes.

Und die Zahlen steigen: Medienberichten zufolge ist die Verbrechenrate gegen Frauen im Vergleichszeitraum Mai 2010 bis Mai 2011 um 18 Prozent in die Höhe geschnellt und die Menschenrechtskommission geht davon aus, dass ihre eigenen Daten nur einen Teil der Gewaltdaten im Land widergeben.

Symptom der Selbstjustiz

Farzana Bari, Vorstand des Insituts für Geschlechterforschung an der Quaid-e-Azam Universität, bezeichnet die Diskriminierung von Frauen in Pakistans patriarchaler Gesellschaft als akzeptiert, vor allem in ärmeren und ungebildeteren Familien. Diese Einstellung beeinflusse auch Behörden und Justiz, die sich gegenüber "Ehrenmorden" und Vergewaltigungen als "Strafe" für Frauen blind stellen. "Ehrenmorde sind ein Symptom der Selbstjustiz", sagt sie, "und Selbstjustiz geschieht in einem Umfeld, in dem der Staat sich mit seinen Gesetzen nicht durchsetzen kann."
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Vergewaltigungen auf der Flucht

Besorgte UN: Auf dem Weg zu den Flüchtlingslagern werden Frauen zunehmend Opfer sexueller Gewalt

New York - Somalische Frauen werden nach Informationen der Vereinten Nationen (UN) auf dem Weg zu den Flüchtlingslagern in Kenia zunehmend Opfer sexueller Gewalt. In einer UN-Mitteilung vom Donnerstag äußerte die UN-Sonderbeauftragte gegen sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten, Margot Wallström, Besorgnis über gewalttätige Akte gegen Frauen auf der Flucht vor der Hungersnot am Horn von Afrika. "Während der langen und gefährlichen Reise von Somalia zu den Camps in Kenia sind Frauen und Mädchen Opfer von Angriffen, einschließlich Vergewaltigungen, von Milizen und Banditen", sagte Wallström.

Laut Wallström gehen in ihrem Büro alarmierende Berichte über Vergewaltigungen durch Einsatzkräfte der somalischen Übergangsregierung (TFG) und Rebellen ein. Zudem sollen gegen die Regierung gerichtete Al-Shabaab Milizen Mädchen entführt haben, um sie zur Heirat mit ihren Kämpfern zu zwingen. Margot Wallström rief zur "sofortigen Beendigung der Verletzung der Menschenrechte" auf. Sie lobte die kenianischen Behörden, weil sie Zehntausenden somalischer Flüchtlinge in der Not unterstützten. An potenzielle Spender international appellierte sie, sich mehr für die Leidtragenden am Horn einzusetzen.

Schönes Berlin

Luisenplatz Ecke Otto Suhr Allee / Charlottenburg

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Back Time - Luisenplatz / Charlottenburg

Schönes Berlin

Kaiser Friedrich Strasse / Charlottenburg

Schönes Berlin

Haubachstrasse Ecke Wilmersdorfer Strasse / Charlottenburg - Wilmersdorf

Magie ist keine Zauberei


Donnerstag, 11. August 2011

Garage 22:00 Uhr MEZ


Heute gefunden . . . !


Mittwoch, 10. August 2011

Fuck Me Pumps

aus Sechs mach Eins !


Die D-Mark ist (k)ein Albtraum

Während die Eurozone versucht, ihren Zusammenbruch zu verhindern, wird in Deutschland der Mark hinterhergeweint. Das ist bizarr. Nicht nur, dass Deutschland der größte Profiteur des Euro ist. Ein Ende der Gemeinschaftswährung hätte auch katastrophale Folgen.

Der Euro ist bei vielen Deutschen - vorsichtig ausgedrückt - nicht sonderlich beliebt. Er wird als Teuro geschmäht, obwohl die Inflation in Deutschland geringer ist als zu Zeiten der Mark. Er wird verachtet, obwohl er für die Exportnation Deutschland ein Segen ist. Er wird beschimpft, obwohl er den größten und reichsten Wirtschaftsraum der Erde geformt hat – mit einem Zentrum namens Bundesrepublik Deutschland.

Nun macht die Schuldenkrise der Eurozone den Euro noch unbeliebter als er ohnehin schon war. D-Mark-Nostalgiker blicken sehnsuchtsvoll nach vermeintlich besseren Zeiten zurück und wünschen sich, dass Deutschland endlich die Bremse zieht und sich vom Euro verabschiedet. Sie sollten besser nach vorne blicken. Denn sollte Deutschland absurderweise tatsächlich aus der Eurozone austreten und die Mark wieder einführen, wäre das kein Ende mit Schrecken, sondern ein Schrecken ohne Ende.

Angenommen, in Deutschland würde ernsthaft über einen Ausstieg debattiert. Schon dann – und spätestens, wenn die Einführung der Mark vorbereitet wird – werden die Finanzmärkte erschüttert. Der Untergang von Lehman Brothers wäre dagegen ein laues Lüftchen. In vielen Ländern der Eurozone sähen sich Banken dem denkbar größten Ansturm von Kunden auf ihre Spareinlagen ausgesetzt. Welcher Grieche, Italiener, Portugiese oder Spanier würde sein Geld nicht in Sicherheit bringen, wenn er fürchten müsste, dass sein Erspartes bald nichts mehr wert ist? Zumal er getrost davon ausgehen darf, statt einem schwächeren Euro bald noch weichere Drachmen oder Peseten oder Lira in den Händen zu halten.
Europa - ein Trümmerfeld

Die Folgen? Börsencrashs, Banken brechen zusammen, der Anleihenmarkt kollabiert, einige der größten Volkswirtschaften der Welt gehen pleite. Das bekämen nicht nur die betroffenen Länder zu spüren, sondern auch die Gläubiger, bei denen die deutschen Banken ganz vorne dabei sind. Deren Rettung wird nicht ganz billig.

Die Kernschmelze des internationalen Finanzsystems und ein noch nie dagewesener weltweiter Konjunktureinbruch wird auch Deutschland erschüttern, die Folgen bekommen wir alle zu spüren. Schwamm drüber, mag sich mancher Euro-Gegner denken. Jeder Sturm geht mal vorüber.

Aber wofür das alles? Dafür, dass Deutschlands Währung massiv aufwertet und eine Exportnation ohne jede Not einen unschätzbar wertvollen Exportvorteil aufgibt? Dass massiv Kapital nach Deutschland strömt, die Preise in die Höhe schießen und Spekulationsblasen entstehen, die irgendwann mit lautem Knall platzen? Dass Südeuropa von sozialen Unruhen erschüttert wird?

Die gegenwärtige Krise zeigt, dass das System der Gemeinschaftswährung so nicht funktioniert. Doch zum Ende des Euro gibt es eine Alternative: das System endlich zum Funktionieren zu bringen. Das kostet zwar viel Geld, Schweiß und Tränen. Es macht aber allemal zufriedener, als eine Mark in den Händen zu halten und auf rauchende Trümmer zu starren.

Warm-Up für den SlutWalk

Am Donnerstag, den 11. August gibt es eine Warm-Up-Party anlässlich des SlutWalk Berlin. Auftreten werden die queerfeministische Rapperin Sookee, der Electro-Pop-Act Räuberhöhle und die Electrorock-Band Doctorella.



Die Djanes Sarah Adorable, Cindy Wunderbar und Dyce legen im Anschluss Platten auf. Durch den Besuch der Party unterstützt mensch außerdem den SlutWalk Berlin, da die Einnahmen verwendet werden, um entstandene Unkosten zu decken.

Merlin 1


Merlin 2


Merlin 3


Dienstag, 9. August 2011

Kein Kommentar !


Handelsware: Kleine Mädchen

Zahl der Zwangsehen steigt: Mädchen, die nicht jung verheiratet sind, gelten als unrein und werden zu einer Belastung für die Familien

Habaswein - "Es passiert im Dunkeln." Zusammengekauert sitzt Fatma Ahmed, die siebenfache Mutter in ihrem Verschlag in Habaswein im Nordosten Kenias. "Es ist ganz normal, aber niemand spricht darüber. Manche müssen ihre Töchter schon in ganz jungem Alter verkaufen, um etwas zu essen zu bekommen."

Die Folgen der langanhaltenden Dürre im Norden Kenias zwingen immer mehr Familien zu verzweifelten Taten. Zwangsheirat ist zwar durchaus üblich in Kenia, die Hungerkatastrophe jedoch hat diese Praxis erheblich verstärkt. Offiziell sind Eheschließungen vor dem 18. Lebensjahr verboten, unter den derzeitigen Bedingungen wird das jedoch ignoriert. So wird über das Thema in der Öffentlichkeit nur geflüstert.

Jungfräulichkeit und "Reinheit" durch Kindheit garantiert

In vielen Gemeinden, wie hier bei den somalischen ViehzüchterInnen in Habaswein, versuchen die Familien, ihre Töchter immer jünger zu verheiraten, um deren "Ehre" und Jungfräulichkeit zu gewährleisten. Mädchen, die nicht jung verheiratet sind, gelten als unrein und werden zu einer Belastung für die Familien und die gesamte Gemeinde. "In unserer Kultur heiraten die Mädchen oft schon mit neun Jahren", erzählt einer der SozialarbeiterInnen vor Ort. "Wenn sie sich weigern, werden sie von ihren Eltern gezwungen."

In den Gemeinden der ViehzüchterInnen wurde oft ein hoher Brautpreis in Form von Vieh bezahlt. Aber seit der Dürre verdurstet das Vieh und die Kadaver vergiften das Land und bedecken die Landschaft der Wüste. Jetzt wird der Brautpreis in bar bezahlt. In manchen Fällen für gerade einmal 15.000 Kenianische Schilling (umgerechnet 118 Euro). "Wenn ein Mann reich ist, kann der Preis bis zu 50.000 Schilling (rund 375 Euro) steigen", sagt Fatma Ahmad.

Immer weniger Schülerinnen

Regionalbehörden sehen den Hunger als treibende Kraft hinter dem schwunghaften Handel. "Mütter nehmen ihre 14-jährigen Töchter aus der Schule und verkaufen sie an einen Mann, selbst einen alten Mann, um den Rest der Familie ernähren zu können."

Nach Informationen der Vereinten Nationen besucht nur noch jedes fünfte Mädchen in den Nordöstlichen Regionen Kenias die Schule. Die Hilfsorganisation Word Vision kann von den insgesamt 3060 unterstützten Kindern aus der Provinz mehr als 400 Mädchen nicht mehr ausfindig machen. Angeblich wurden sie zu Verwandten in anderen Gebieten gebracht, um dort etwa als Putzfrau zu arbeiten. In den meisten Fällen dürften die Mädchen aber zwangsverheiratet worden sein, vermutet Jacob Alemu, Mitarbeiter von World Vision, "damit der Rest der Familien nicht verhungert".

Montag, 8. August 2011

Der Hof um 18:00 Uhr




Heute Mittag um 12 - UBahn Linie 7


"Schluss mit dem Raubtier-Kapitalismus"

Hunderttausende haben am Wochenende gegen soziale Probleme demonstriert - Auslöser sind Wohnungsnot und zu hohe Mieten

Tel Aviv - Seit Wochen wächst in Israel die Zahl der Menschen, die gegen hohe Mieten und andere Missstände auf die Straße gehen. Am Wochenende erlebte Tel Aviv nun die bisher größte Kundgebung. "Das Volk will soziale Gerechtigkeit" und "Schluss mit dem Raubtierkapitalismus", skandierten 250.000 Teilnehmer. Auch in anderen Orten gab es Demos, 300. 000 Menschen sollen sich insgesamt beteiligt haben, immerhin einer von 25 der 7,8 Millionen Israelis.

Oft ist vom "arabischen Frühling" die Rede, der einen "israelischen Sommer" ausgelöst habe. Und vereinzelt waren bei der Großkundgebung am Samstag in Tel Aviv Plakate wie "Marschiert wie die Ägypter" oder - an die Adresse des konservativen Ministerpräsidenten Benjamin "Bibi" Netanjahu gerichtet - "Tritt zurück, Ägypten ist da" zu sehen.

Aber anders als im Nachbarland Ägypten oder gar in Libyen oder Syrien geht es in Israel nicht um den Sturz der Regierung. Und niemand muss sein Leben riskieren, weil er gegen die Regierung demonstriert. Die Atmosphäre gleicht eher einem Volksfest, wo sich Eltern mit Kinderwagen durch die Massen drängeln, gesungen und gelacht wird und nur vereinzelt ein paar verloren wirkende Streifenpolizisten zu sehen sind. Keine Bereitschaftspolizei, keine Wasserwerfer, von Soldaten oder Panzern ganz zu schweigen.

"Es ist gut, dass die Israelis endlich aus ihrer Lethargie erwacht sind", sagt der 65-jährige Ben. Er ist mit seiner Schwiegertochter zur Demo gegangen. "Mir selbst geht es gut, dieses Land ist wundervoll. Aber die Jungen haben es schwer, und deshalb unterstütze ich sie, indem ich hier demonstriere", fügt er hinzu. Die Protestbewegung sei nicht politisch in dem Sinne, dass sie einen Sturz Netanjahus wolle. Das sei eher eine Minderheit, ist er überzeugt.

"Menschliche Wirtschaft"

Am besten fasst vielleicht der Vorsitzende der Studentenunion, Itzik Schmueli, die Stimmung zusammen. "Wir, die Studenten, die Jugend, sind hier, um deutlich zu machen: Wir haben die Kraft zur Veränderung." Es gehe nicht um den Sturz der gewählten Regierung, sondern um das Ende des "grausamen Wirtschaftssystems". "Wir fordern eine menschliche statt eine Raubtierwirtschaft". Das Land bedürfe einer Kraftanstrengung, um soziale Lücken zu schließen und die Grundbedürfnisse der Bürger zu befriedigen.

Auslöser der Proteste waren fehlende Wohnungen und die immens hohen Mieten in Tel Aviv, die sich viele Menschen nicht mehr leisten können. Inzwischen ist der Strauß der Forderungen bunter, die einen fordern eine bessere Gesundheitsversorgung, andere wollen das Bildungssystem reformieren oder Steuern senken.

Israels Regierung hat eine Lösung der Krise in Aussicht gestellt. Medien berichteten am Sonntag, Netanjahu habe den Wirtschaftsexperten Manuel Trachtenberg an die Spitze eines Komitees gesetzt, dass binnen eines Monats Vorschläge zur Lösung der Wohnungsfrage und anderer Probleme vorlegen soll.
 
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